Januar 2016

2015 – Ein Jahr voller Herausforderungen

Ein arbeitsreiches, aber auch erfolgreiches Jahr neigt sich dem Ende. Der Bürgerentscheid zum SC-Stadion, die Verbesserung der Sauberkeit in der Innenstadt, ein Doppelhaushalt 2015/2016 voraussichtlich ohne neue Schulden, riesige Investitionen in Schulen und den ÖPNV, die Verabschiedung und Umsetzung der Gesamtstrategie Inklusion und der Ausbau der Schulkind- und Kitabetreuung sind nur einige Themen des Jahres 2015, die mit der Fraktion der Freien Wähler auf den Weg gebracht werden konnten.

Dennoch haben zwei Themen das Jahr 2015 bestimmt und werden uns  auch in den nächsten Jahren vor eine große Herausforderung stellen. Die akute Wohnungsnot und die Bewältigung der Herausforderung, im Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingssituation, bestimmen das politische und gesellschaftliche Geschehen in Freiburg. Es gilt Ideen zu entwickeln, diese schnell umzusetzen und nachhaltige Strukturen zu schaffen. Erste Erfolge zeichnen sich bereits ab. Neue Flächen zum Bauen, die Einrichtung des neuen Amtes für Migration und Integration sind der Beginn umfassender Bemühungen und des Umdenkens.

Vor allem beim Thema Flüchtlinge gilt es weiter auf die enorme Hilfsbereitschaft der Freiburger Bürger/innen zu vertrauen und allen ehrenamtlich Tätigen besonders zu danken. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein besinnliches und friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2016!


Februar 2016

DB AG und 3 Bundestagsabgeordnete kommen zur Podiumsdiskussion von BOB





März 2016

Barrierefreiheit – Konzepte gut, Umsetzung mangelhaft!

Der Gemeinderat nimmt am 15.03.2016 einen Zwischenbericht zum Thema barrierefreie öffentliche Räume zur Kenntnis. Diese Vorlage enthält in Teilbereichen gute Ansätze. Jedoch erkennt man am Zeitpunkt der Vorlage welche Priorität dem Thema innerhalb der Verwaltung eingeräumt wird. Bereits im Juli 2011 wurde von allen Fraktionen im Gemeinderat –auch auf Initiative der Freien Wähler- eine Strategie zur Umsetzung der Barrierefreiheit in der Innenstadt beantragt. Jedoch erst 2014 konstituiert sich eine Arbeitsgruppe mit vielen relevanten teilweise ehrenamtlichen Akteuren, die gute Ideen und Umsetzungsprioritäten einbrachten. Heute, fast fünf Jahre später, gibt es nur einen Zwischenbericht ohne jeglichen weiteren Zeitplan und natürlich mit Finanzierungsvorbehalt.

Und das obwohl es zügig nach dem Antrag eine Drucksache mit erster Bestandsaufnahme und dem Fazit gab, dass in Freiburg in manchen Bereichen „erheblicher Handlungsbedarf besteht“. Auch die aktuelle Drucksache kommt zu keinem besseren Ergebnis! Sogar schon im Juni 2009 war von einem vorgeschlagenen Leitfaden "Barrierefreies Freiburg" die Rede. Der Haushaltstitel „Fußverkehrspauschale“ unter den das Konzept fallen sollte, fiel der Haushaltkonsolidierung zum Opfer. Doch Barrierefreiheit ist eben nicht ein kleiner „Komfort“ auf den man auch mal verzichten kann. Es ist für Menschen mit Handicaps, ältere Menschen und Eltern mit Kinderwagen ein Garant für selbständige Mobilität. Die Freien Wähler werden sich für einen klaren Zeit- und Finanzierungsplan, weitere Sensibilisierung und neue Prioritäten im Hinblick auf die Barrierefreiheit einsetzen.


April 2016

Tschüs Alfred (Jodele) Kalchthaler!

Auch Dank der  tatkräftigen Unterstützung von Alfred Kalchthaler bin ich im Juni 2009 erstmals in den Freiburger Stadtrat gewählt worden. Nun ist er leider gestorben: Die Fraktion und der Kreisverband der Freien Wähler Freiburg trauern um den Altstadtrat und ihr Ehrenmitglied Alfred Kalchthaler.
Alfred Kalchthaler hat über fast vier Jahrzehnte als Stadtrat maßgebend und aktiv die Politik und Zukunft der Stadt Freiburg mitgestaltet. Als Fraktionsvorsitzender war er quasi die Persönlichkeit und das Gesicht der Freien Wähler. Besonders lagen ihm die Handwerker, das Ehrenamt und die Vereinsarbeit aber auch die sogenannten „kleinen Leute“ am Herzen.

Sein politisches Handeln war immer von dem bestimmt, was auch machbar war. Er setzte sich mit hohem Einsatz direkt für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ein und suchte hierbei immer das direkte Gespräch zu den Verantwortlichen in der Stadt.

Für seine Verdienste wurde Alfred Kalchthaler zum Ehrenmitglied der Freien Wähler ernannt. Die Fraktion und der Kreisverband werden ihm immer für seine Arbeit und seinen Einsatz dankbar sein. Eine beeindruckende, und humorvolle Persönlichkeit hat nunmehr leider endgültig der Ratssaal verlassen. Die Spuren der Arbeit und die Erinnerung werden jedoch bleiben.

Vielen DANK lieber ALFRED!




Mai 2016

Interfraktioneller Antrag

Konzept "Barrierefreie öffentliche Räume / barrierefreie Innenstadt“, Drucksache G-16/060 vom 12.02.2016
h i e r : Interfraktioneller Ergänzungs- bzw. Änderungsantrag

Fraktion B‘ 90/DIE GRÜNEN Fraktion der CDU
Fraktion der SPD
Fraktionsgemeinschaft Unabhängige Listen Fraktionsgemeinschaft JPG Fraktionsgemeinschaft FL/FF     
Fraktion Freie Wa?hler
FDP-Stadträte
Herrn Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon
im Freiburger Gemeinderat

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Salomon,
die unterzeichnenden Fraktionen beantragen, dem Gemeinderat bei der Beratung der Drucksache G-16/060 folgende Beschlusspunkte zur Entscheidung vorzulegen:
1. Der Gemeinderat nimmt den Zwischenbericht zur Erarbeitung des Konzepts „Barrierefreieöffentliche Räume und barrierefreie Innenstadt“ für Freiburg gemäß der Drucksache G-16/060 zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, bis Mitte 2017 das abschließende Konzept vorzulegen.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Planung zur weitgehend barrierefreien Umgestaltung des Münsterplatzes, des Rathausplatzes und des Augustinerplatzes (einschließlich der wichtigsten Zugangswege) zu erstellen bzw. in Auftrag zu geben, die erforderlichen Baukosten zu ermitteln und einen Zeitplan für die Umsetzung zu erstellen. Angestrebt wird eine Realisierung bis zum Stadtjubiläum 2020.

3. Gemäß der Zielvorgabe des Personenbefo?rderungsgesetzes, den O?PNV bis 2022 vollständig barrierefrei zu gestalten, wird die Verwaltung beauftragt, zeitnah und in enger Abstimmung mit dem ZRF ein Planungs-, Priorisierungs-, Realisierungs- und Finanzierungskonzept für den barrierefreien Umbau aller ÖPNV-Haltestellen im Stadtgebiet zu erstellen.

4. In Gesprächen mit der Deutschen Bahn soll zudem mit Nachdruck darauf hingewirkt werden, dass die angestrebten Verbesserungsmaßnahmen für die Barrierefreiheit am Freiburger Haupt- bahnhof bis zum Jahre 2020 umgesetzt werden.

5. Die Verwaltung wird beauftragt, für die Umrüstung / den Umbau von Lichtsignalanlagen für Blinde und Sehbehinderte an wichtigen Wegebeziehungen ein Realisierungs- und Finanzierungskonzept zu entwickeln.

6. Die Verwaltung wird beauftragt, erforderliche Mittel für die Maßnahmen unter Punkt 2, 3, 5 in den Entwurf zum Doppelhaushalt 2017/18 unter Nutzung aller Fo?rdermo?glichkeiten durch EU, Bund und Land einzustellen.

7. Angesichts der in Europa und Deutschland gesetzten rechtlichen Rahmenbedingungen und Fristen wird die Verwaltung beauftragt, vor allem über den Sta?dtetag darauf hinzuwirken, dass die Fördermittel für den barrierefreien Umbau der Städte bzw. des ÖPNV bei Bund und Land deutlich aufgestockt werden bzw. neue Fördertatbestände geschaffen werden.

8. Die Verwaltung wird beauftragt, beim Garten- und Tiefbauamt einen Verantwortlichen / eine Verantwortliche mit entsprechender Expertise für Barrierefreiheit / Inklusion zu benennen.

Begründung:
Nachdem der von allen Fraktionen getragene Antrag zur barrierefreien Innenstadt vom Gemeinderat bereits vor fast fünf Jahren beschlossen worden war, die Stadt Freiburg zudem im Herbst 2015 den "Aktionsplan für ein inklusives Freiburg" verabschiedet hat, müssen jetzt alle Anstrengungen unternommen werden, um den verschiedenen Konzepten und Plänen möglichst bald auch konkrete Maßnahmen mit sichtbaren Verbesserungen folgen zu lassen und zunächst die wichtigsten Einzelprojekte zügig zu verwirklichen.

Das Stadtjubiläum im Jahr 2020 mit zahlreichen Veranstaltungen im öffentlichen Raum setzt dabei ein markantes Zwischendatum, das Ansporn sein soll, zahlreichen betroffenen Menschen in Freiburg eine deutlich bessere Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen.
Eine ausführliche Begründung erfolgt mündlich in der Sitzung.


Juni 2016

Jugend im Rathaus – mit Verbesserungsbedarf

Am Samstag, den 11. Juni 2016 fand in und rund um das Rathaus in Freiburg ein vom Jugendbüro hervorragend organisierter Aktionstag für Jugendliche statt. Alle Fraktionen des Freiburger Gemeinderates hatten sich vorbereitet, um den Jugendlichen als Gesprächs- und Informationspartner zur Verfügung zu stehen. Zusätzlich gab es Infos speziell für Mädchen, zum Thema Ausbildung, Jugendbeteiligung oder Perspektivplan und vieles mehr.  Die Resonanz auf diese inhaltlichen Angebote muss leider als sehr überschaubar bezeichnet werden, sodass sich die Frage nach den Ursachen hierfür stellt. Vielleicht wäre weniger doch mehr gewesen, denn das große Angebot an Bands, Tanzvorführungen usw. ließ den Blick auf das eigentliche Thema „Rathaus und Kommunalpolitik“ in den Hintergrund treten.

Es stellt sich also die Frage, was zukünftig besser gemacht werden kann. Es könnte darüber nachgedacht werden, eine solche Veranstaltung auf einen Wochentag, also einen Schultag zu legen und zum Thema des regelmäßigen Unterrichts zu machen. In gleicher Weise sollte deutlich mehr über die Inhalte von Kommunalpolitik, Jugendpolitik usw. gesprochen und diskutiert werden. Vor allem aber ist im Vorfeld eine langfristige und kontinuierliche Zusammenarbeit mit Lehrer/innen und Schüler/innen notwendig, um das Interesse an Politik wecken. Wir sind gerne weiterhin bereit, den Dialog mit Schulen und Jugendlichen zu suchen.


Juli 2016

Wegesituation ZMF bleibt unbefriedigend

Diese Woche hat das Zeltmusikfestival in Freiburg begonnen. Erneut gibt es beeindruckende Konzertangebote und Veranstaltungen, aber in Sachen Barrierefreiheit hat sich nicht viel getan. Für Eltern mit Kinderwagen oder Fahrradanhängern, Senioren oder Menschen mit Handicap ist das ZMF-Gelände fast nicht begehbar.

Bereits letztes Jahr haben wir die Stadtverwaltung und die Betreiber auf diese Situation aufmerksam gemacht, und im April diesen Jahres erneut gebeten, zumindest die Hauptwege auf dem Gela?nde fu?r alle Menschen begehbar zu machen. Trotz Bemühungen von beiden Seiten, werden jedoch leider auch dieses Jahr nur Dielen für den Bedarfsfall bereitgelegt und das Ordnerpersonal wird sich besonders um Menschen mit Handicap kümmern.

Bleibt also nur zu hoffen, dass die Helfer immer dann gerade am Eingang stehen und spontan den Menschen Hilfe leisten, die dringend darauf angewiesen sind. Weiterhin ist also mehr Kreativita?t gefragt, um im Austausch mit Betroffenen und dem Behindertenbeirat in Zukunft eine bessere Löung zu finden.


    


August 2016

Teilerfolg in Sachen barrierefreier Hauptbahnhof

Die Initiative Bahnhof ohne Barrieren  (BoB) Freiburg in der sich verschiedene Verbände und Organisationen zusammengeschlossen haben,  kämpft seit Jahren um die Umgestaltung des Freiburger Hauptbahnhofs in Sachen Barrierefreiheit. Nach vielen Gesprächen, Aktionen  und Briefen hat nun der Leiter des Regionalbereiches Südwest der DB AG, Michael Groh auf ein weiteres Schreiben  des Bündnisses geantwortet und ein sehr positive Zeichen gesetzt und weitere Schritte angestoßen.

Demnach liegen jetzt die Gutachten und Teilplanungen für die Realisierung der Aufzüge an der Nordunterführung vor und konnten ausgewertet werden. Auch konnte ein zu erwartender Kostenanteil zur Fortführung der Planung im Haushalt der DB verankert werden. Für dieses Großprojekt laufen selbstverständlich Koordinationsgespräche mit der Stadt Freiburg. Gemeinsam soll nächstes Jahr eine Vorentwurfsplanung erstellt werden.

Kleinere Maßnahmen wie die Beschilderungen für den Aufzug an der Stadtbahnbrücke werden bereits bis Herbst realisiert werden.  Auch die Fortführung des Blindenleitstreifens in der Empfangshalle zum Reisezentrum und zur Fahrtreppe wurde festgelegt und die Realisierung sowie ein Verbesserung  der Beleuchtungssituation erfolgt noch dieses Jahr.

Die Initiative Bob Freiburg freut sich, dass ihre Hartnäckigkeit in dieser Angelegenheit erste Früchte trägt und alle: DB, Stadt und Initiative an einem Strang ziehen mit dem Willen, den Freiburger Bahnhof auch für Familien, Menschen mit Behinderung, für ältere Menschen und für Menschen mit Kinderwagen oder Fahrrad problemlos zugänglich zu gestalten. Weitere Informationen zur Initiative, Aktionen und Mitgliedsanträge sind unter:  Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bob-freiburg.de


September 2016

Start in die neue Politiksaison – auch mit neuem Job!

Auch in der  kommenden Politiksaison stehen wichtige Entscheidungen in meinem politischen Ehrenamt  an. Unter anderem sind hier zu nennen: Quatiersarbeit in Freiburg, Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum 2020,  Beschluss des Doppelhaushaltes 2017/2018, Verbesserung der Sauberkeit und Ordnung in der Stadt.

Aber auch in meinem Hauptberuf hat sich seit August einiges verändert:
Nach über sechs Jahren Spaß in der grenzüberschreitender Arbeit ist Zeit für etwas Neues: als kommunale Behindertenbeauftragte des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald bin ich hauptberuflich Ansprechpartnerin für Verwaltung, Politik, Gemeinden und Betroffene in Sachen Inklusion – auch rund um Freiburg.


Oktober 2016

Studierendenwerk versus Ehrenamt

Am 31.1.2017 soll der Gemeinderat entscheiden, ob das jetzige Amt für öffentliche Ordnung in der Basler Straße 2 an das Studierendenwerk verkauft wird. Vorausgegangen war eine Ausschreibung, die den Eindruck entstehen ließ, speziell auf das Studierendenwerk „zugeschnitten“ zu sein. Zu diesem Zeitpunkt hatte wohl niemand damit gerechnet, dass sich eine genossenschaftliche Initiative bewirbt, die als ernsthafter und ernstzunehmender Interessent „auf den Plan tritt“, um dort ein Haus des Ehrenamtes zu etablieren. Dass man „nachgereichte“ Finanzierungsunterlagen dieser Genossenschaft nicht mehr berücksichtigen will, auf der anderen Seite aber nachträglich mit dem Studierendenwerk über eine „Erbbauvariante“ verhandelt, ist weder nachvollziehbar, noch zeugt es von einem transparenten und ergebnisoffenen Verfahren. Zumal es auch keinen Beschluss zu solchen weiteren Gespra?chen bzw. Verhandlungen seitens des Gemeinderates gab.

Bürgerschaftliches Engagement hat für unsere Gesellschaft eine überragende Bedeutung. Viele Aufgaben wären für die Verwaltung überhaupt nicht zu bewältigen, wenn sich nicht eine Vielzahl Freiburger Bürgerinnen und Bürger zumeist ehrenamtlich in den verschiedensten Vereinen engagieren würden. Man kann nicht immer wieder ein „Loblied auf das Ehrenamt singen“, dann aber die Unterstützung versagen, wenn eine einmalige Chance besteht, dem Ehrenamt auch einen repräsentativen Ort der Versammlung und Organisation zu schaffen. Insoweit werden die politisch Verantwortlichen nunmehr zeigen müssen, ob den Worten auch Taten folgen.


Man sollte nun schnell sowohl für das Studierendenwerk, als auch für das Haus des Ehrenamtes verbindliche und von allen Seiten akzeptable Lösungen finden. Dies bedeutet, dass die Entscheidung über die Vergabe der Immobilie in der Basler Straße 2 von der Tagesordnung genommen werden muss. Gleichzeitig muss ein weiterer Standort gefunden werden, so dass sowohl dem Studierendenwerk, als auch dem Haus des Ehrenamtes verlässliche Zukunftsoptionen geboten werden können.
Sollte es keine verbindliche Lösung für das Haus des Engagements geben, wird unsere Fraktion jedenfalls einer Veräußerung der Immobilie an das Studierendenwerk nicht zustimmen können. 


November 2016

„ BoB“ (Bahnhof ohne Barrieren)-Aktionen zeigen Wirkung


Einen „Hauptbahnhof ohne Barrieren“ in Freiburg zu haben, ist das Ziel einer Aktionsgemeinschaft, die sich aus verschiedensten Gruppierungen zusammensetzt: von Behindertenverbänden über den Deutschen Familienverband (DFV), Touristikvertreter, Bürgervereine bis zum Verkehrsclub Deutschland (VCD).

„Wir begrüßen, dass sich Deutsche Bahn und die Stadt Freiburg zu einer gemeinsamen strategischen Zusammenarbeit zusammengefunden haben, um den weiteren barrierefreien Ausbau des Hauptbahnhofs voranzutreiben“, erklären die drei Sprecher/innen von „BoB - Freiburg“, Gemeinderätin Anke Dallmann (FWV), Uto R. Bonde (DFV) und Jörg Dengler (VCD).

Seit zwei Jahren engagiert sich die Aktionsgemeinschaft dafür, dass der Freiburger Hauptbahnhof leichter zugänglich und nutzungsgerechter für Bahnfahrer/innen jeden Alters, mit und ohne Einschränkungen wird.

Spektakuläre Ortstermine, Verhandlungen mit Gemeinderatsfraktionen, Stadtverwaltung und Gespräche mit den drei Bundestagsabgeordneten Kerstin Andreae/Grüne, Gernot Erler/SPD und Marschall v. Matern/CDU sowie eine sehr gut besuchte Podiumsveranstaltung machten auf die Missstände für die Bahnnutzer aufmerksam. Hartnäckigkeit und Ausdauer über zwei Jahre sorgten letztlich für den öffentlichen Nachdruck, damit sich die Deutsche Bahn bewegte.

Die Deutsche Bahn will nun in Zusammenwirken mit der Stadt Freiburg den Freiburger Hauptbahnhof endlich barrierefrei machen und fünf neue Aufzüge bauen. Sechs Millionen Euro will die Bahn dafür in ihren Haushalt einstellen, eine Ankündigung die Hoffnungen schafft, dass dieses Projekt nicht – wie leider andere Projekterfahrungen zeigen – an der Finanzierung scheitern könnte.

Die Akteure von „BoB“ hoffen nun, dass der gemeinsamen Erklärung von Michael Groh (Leiter Regionalbereich Südwest der DB Station&Service AG) und Oberbürgermeister Dieter Salomon recht bald auch Taten folgen.

Vom BoB-Forderungskatalog zur verbesserten Barrierefreiheit ist inzwischen einiges umgesetzt worden. Zum Beispiel wurde das taktile Leitsystem in der Bahnhofshalle vervollständigt. Noch immer fehlen jedoch auf den Bahnsteigen 4 bis 8 Bodenindikatoren mit Rillen, die mit dem Blindenstock
ertastet werden können. Die Bedienterminals an den vorhandenen Aufzügen sind nach wie vor für Ältere und Reisende mit Handicap schwer zu bedienen.

Radtouristen müssen immer noch mit ihren vollbepackten Fahrrädern die Treppen zu den Bahnsteigen auf und ab. Hier wären als Interimslösung Fahrrad-Führungsschienen eine Erleichterung.

Auch wer das Behinderten-WC im UG nutzen möchte, muss sich immer noch den Schlüssel einen Stock höher am INFO-Schalter besorgen.
Ein weiterer positiver Aspekt: 2017 sollen Beleuchtung und Orientierungsmöglichkeiten im UG verbessert werden. Displays mit Fahrtzielangaben zu den Gleisen auf der Straßenbahnbrücke und im Eingangsbereich zum UG sind jedoch leider immer noch nicht in Sicht. Auch der Wartebereich ist einem Bahnhof mit täglich 70.000 Fahrgästen nicht angemessen.

Kerstin Andreae, die BoB seit der Gründung unterstützt, kündigte an, sich erneut an den DB-Vorstand zu wenden: „Die jüngsten Ankündigungen von Deutscher Bahn und Stadt Freiburg sind sehr positiv, wenn man bedenkt, dass Bund und Bahn noch letztes Jahr überhaupt keinen Handlungsbedarf beim Freiburger Hauptbahnhof erkannt hatten. Nun muss die Finanzierung sichergestellt und ein klarer Zeitplan vorgelegt werden.“

Es gibt also genug Gründe für „BOB“ weiter für einen wirklichen Bahnhof ohne Barrieren zu kämpfen. Wir freuen uns dabei weiterhin über jegliche Unterstützung.


Dezember 2016

Jahresrückblick 2016

Die weltweiten Ereignisse haben sich im Jahr 2016 auch stark auf Freiburg ausgewirkt. Es ist uns allen gelungen, viele flüchtende Menschen aufzunehmen und gut zu versorgen. Unser besonderer Dank gilt den engagierten Helfer/Innen in dieser Stadt.

Darüber hinaus kann unsere Fraktion auf eine Vielzahl von Erfolgen unserer Kommunalpolitik in diesem Jahr stolz sein: So haben wir mit unseren Ideen und Stimmen entscheidend dazu beigetragen, dass in Freiburg das lang ersehnte Sozialticket eingeführt wurde. Das Ticket ist diskriminierungsfrei einzulösen und wird zur weiteren Entlastung der einkommensschwachen Haushalte beitragen. Die Erhöhung der Schwimmbadpreise konnten wir zwar nicht verhindern, jedoch moderat halten und zusätzlich ein Ticket für drei Personen (Elternteil plus 2 Kinder) etablieren. Beide Maßnahmen sind ein Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit in unserer Stadt.

Eine der gößten Herausforderungen für Freiburg liegt im Wohnungsbau. Wir kämpfen seit Jahren dafür, dass Wohnraum für alle geschaffen wird. Da neue Flächen nur begrenzt vorfügbar sind, müssen vorhandene Ressourcen stärker genutzt werden. Konkret haben wir dieses Jahr das Thema Dachgeschossausbau ein- und vorangebracht. Ein weiterer Baustein zum Thema Barrierefreiheit bildet der Zwischenbericht der Verwaltung zu barrierefreien öffentlichen Räumen. Wir werden uns weiterhin für einen klaren Finanzierungs- und Zeitplan beim Thema Inklusion einsetzen. Auch das von Anke Dallmann initiierte Thema „Barrierefreier Hauptbahnhof“ zeigt bedeutende Erfolge. Bürgerbeteiligung ist uns wichtig! Deshalb haben wir die www.buergersprechstunde.de auf den Weg gebracht, worüber uns eine Vielzahl von Zuschriften von betroffenen und engagierten Bürgern erreicht hat. 

Nutzen auch Sie die Möglichkeit, sich aktiv in Freiburgs Politik einzumischen und schreiben Sie uns Ihre Anliegen und Ideen. Erfolgreiche Politik setzt das Vertrauen und die Unterstützung einer breiten Bevölkerungsschicht voraus, die wir auch in diesem Jahr erfahren durften.
Hierfür bedanken wir uns und wünschen Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest mit viel Ruhe und Zeit für Ihre Familien. Für das Neue Jahr viel Gesundheit und ein gutes Gelingen bei all Ihren Vorhaben.



Ihre Freien Wähler
Dr. Johannes Gröger, Manfred Stather, Anke Dallmann

Anke Dallmmann:Was mich bewegt

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